Am 1. August setzen wir bei schönstem Wetter und gutem Wind Nach dem 36sm entfernten Mariehamn über, Hauptort der Ålandinseln. Diese Inselgruppe gehört zu Finnland, ist aber politisch autonom. Es wird hier schwedisch gesprochen, Euro ist die Währung.
Zwischen hier und Turku liegen über 20’000 Inseln – ein weltweit einzigartiger Archipel. Unendlich viele Ankerbuchten, Inseln in jeder Größe, aber auch Felsen und Steine knapp unter der Wasseroberfläche. Anlegestellen und Häfen gibt es nur wenige. Wir bunkern Lebensmittel, Wasser und Diesel, so sind wir unabhängig.
Die Passagen mit vielen Felsen über und unter der Wasseroberfläche sind seglerisch eine Herausforderung, aber wunderschön. Starkwindtage wettern wir in einer Schneckenhausbucht ab. Mehrmals sehen wir Seeadler in der Luft oder auf einem Stein oder Baumwipfel sitzen. Bis der Fotoapparat bereit ist, sind sie weg.
In Turku machen wir im Stadthafen fest. Bei der Werft Ramstedt wurde ein Winterplatz für uns reserviert. Wir haben einen guten Eindruck von dieser Firma und „Namida“ winterfest vorbereitet und eingepackt. Da es hier im Winter Bis -30°C kalt werden kann, müssen wir aussortieren, was gefrieren könnte – Getränke, Lebensmittel und Reinigungsmittel.
Die Menschen sind sehr herzlich und hilfsbereit, zu unserem Glück reden alle gut Englisch. Finnisch können wir weder lesen, verstehen oder ableiten. Bahnhof heisst zum Beispiel Rautaieasema.
In nur 2 h sind wir mit dem Zug in Helsinki und verbringen zwei Tage in dieser schönen Stadt. Nach zwei Monaten als Seenomaden unterwegs kommen wir sehr gerne wieder nach Hause.



